Die ersten Europäer kamen ab etwa 1600 in die Region um Toronto, französische Kaufleute gründeten 1750 ein Fort und auch die Briten waren in der Region aktiv. 1793 gründeten diese die Stadt York, das heutige Toronto.
1797 wurde diese Stadt Hauptstadt von Oberkanada, die folgenden Jahre waren vor allem durch Auseinandersetzungen zwischen Amerikanern und Briten geprägt. Der Britisch-Amerikanische Krieg fand auch hier statt. 1834 benannte man York in Toronto um, Verwechslungen mit New York sollten so ausgeschlossen werden.
Im 19. Jahrhundert begann bereits der Aufstieg Torontos zur wirtschaftsstärksten und bevölkerungsreichsten Stadt Kanadas. Heute leben hier mehr als 2,5 Millionen Menschen, Toronto ist Hauptstadt der Provinz Ontario.
Es gibt jedoch auch eine Geschichte Torontos vor der europäischen Besiedelung. Älteste Spuren menschlicher Existenz sind etwa 11.000 Jahre alt, reichen also bis an das Ende der letzten Eiszeit zurück. Kanadische Ureinwohner lebten am Ufer des Ontariosees, dazu muss es verschiedene Einwanderungswellen gegeben haben, die sich an unterschiedlichen Kulturen erkennen lassen. Als die Europäer in der Neuzeit die Region eroberten, fanden sie verschiedene Stämme im heutigen Ontario vor, darunter Mohawk und Seneca. U.a. die Mohawk kämpften später an der Seite der Briten im amerikanischen Unabhängigkeitskrieg gegen die USA. Andere Stämmen standen auf Seiten Frankreichs, das sich lange Zeit mit Großbritannien um die Region stritt. Heute zählen in Ontario etwa 2-3 Prozent der Gesamtbevölkerung zu den Ureinwohnern.